Auf der Suche für einen herrenlosen Hacker A60 18 L bin ich auf den brandneuen ECO Boomster von CNC Hager gestoßen, der über den „himmlischen Höllein“ vertrieben wird. Da ich inzwischen so etwas wie ein Fan von Höllein Modellen bin, habe ich mir die vorliegenden Daten etwas genauer angesehen.

Folgende Fakten in der Bauanleitung haben mich dann endgültig zum Kauf dieses Bausatzes bewegt:

Der ECO BOOMSTER ist ein zweckoptimiertes Schleppmodell in moderner klassischer Holzbauweise.

Er besticht durch seine typische Schleppmodell Optik ohne dabei bieder zu wirken. Bei der Entwicklung des ECO BOOMSTER wurde speziell die kurze Aufrüstzeit "unter 5 Min", sowie der einfache Akkuwechsel und seine hohe Robustheit umgesetzt. Überaus positive Flugeigenschaften und ein sicheres Handling in jeder Flugsituation sind nur ein Beispiel der Spezialitäten des ECO BOOMSTER. Der Flügel ist in klassischer Rippenbauweise erstellt, der Rumpf ist als Kastenrumpf ausgeführt und ist ein besonderes Schmankerl für "Puzzle-Liebhaber". Spanten, Seitenteile, Rippen sowie Beplankungen sind weitestgehend CNC passgenau vorgefertigt und erleichtern somit erheblich den Aufbau des Modells. Alle Schrauben und Anlenkungsteile sind überwiegend aus Edelstahl enthalten. Im Bausatz ist eine CNC gefertigte Schleppkupplung enthalten. Das Höhenleitwerk, sowie das Hauptfahrwerk sind abnehmbar und erleichtern somit den Transport und reduzieren den Platzbedarf im heimischen Hangar.

 

 

 

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Der Bausatz wurde, wie immer schnell geliefert, zwei Tage nach der Bestellung bekam ich durch den Paketboten den Boomster übergeben.

Im Baukasten ist wenig Luft, das Innenleben besteht aus perfekt gefrästen Brettern aus Balsa- und Sperrholz. Die Holzqaualität ist erstklassig, die Frästeile haben so gut wie keinen Fräsbart.

Da kommt echte Freude auf, so eine 1A Qualität "made in Germany" lässt ein perfektes Modell erwarten.

Dem Baukasten sind zwei massstabsgetreue Baupläne beigelegt eine für den Rumpf, der zweite für die Flächen.

Beide Baupläne sind mehrfarbig gedruckt in Top Qualität.
Die 38-seitige Baubeschreibung mit mehrfarbigen übersichtlichen 3D Darstellungen ist ein "Schmankerl" für sich

Das ist der "Übeltäter", der dieses Bauprojekt verursacht hat. Ein herrenloser Hacker A60 mit einer Falco CFK 3-Blatt Luftschraube 20 x 12,5

Eine Überprüfung des Antriebs mittels Ecalc zeigte durchwegs brauchbare Werte

Bei Vollgas werden knappe 70 A oder 2,8 KW prognostiziert. Das sollte fürs Erste reichen.

Zusätzlich zum Baukasten wurde auch das komplette Fahrwerksset bestehend aus Haupt- und Heckfahrwerk geordert.

Alle benötigten Kleinteile aus dem Baukasten, aber auch Servos, Regler, Empfänger und sonstige Teile werden in eine Box bis zum Einbau aufbewahrt.

Die beiden Rumpfseitenteile bestehen vorne aus Pappelsperrholz und hinten aus Balsaholz. Diese werden miteinander verleimt.

Entgegen der Bauanleitung nehme ich für alle Verklebungen, seit meiner Untersuchung beim HNO, schon aus gesundheitlichen Gründen keinen Sekundenkleber sondern Weißleim in Form von TITEBOND, der sich hervorragend verschleifen lässst.

Das verlängert aufgrund der notwendigen Trockenzeiten natürlich die Bauzeit. Zudem müssen die Teile fixiert werden um Verzüge zu vermeiden.

Die Frässstege sind zwar sehr schmal, trotzdem werden sie mit einem Balsamesser sauber durchtrennt um ein Absplittern des Holzes zu verhindern. Zwecks Optik werden die Stegreste auch noch sauber verschliffen.

Als Gewichte zum Beschweren der Leimstellen habe ich mir eine Anzahl Hantelscheiben mit 0,5kg / Stück organisiert.

Das erste Doppler- Teilsück wird mit dem Rumpf Seitenteil verleimt. Zum exakten Ausrichten dienen die vorhandenen Bohrungen.

Die Teile für den vorderen Rumpfteil vor dem zusammensetzen. In da Fahrwerksbrett, sowie in das Bodenteil werden Einschlagmuttern gesetzt und mit UHU plus gesichert.

Der vordere Rumfteil wird zusammengesteckt

Entgegen der Bauanleitung habe ich nach dem provisorischen Einpassen des Rumpfvorderteils in beide Rumpfhälften beschlossen, diesen sofort zu verleimen. Beim Einbau in die Rumpfseitenteile gab es keinerlei Probleme, da alle Teile saugend passen.

Diese Einheit wird mit den restlichen Teilen zwischen die Seitenteile geklebt.

Hier kann man die hohe Maßgenauigkeit der verzapften Teile genau erkennen.

Die vorbereiteten Teile vor dem Einkleben in die erste Rumpfhälfte

Die Teile werden bis zum Aushärten mit Gewichten beschwert

Im Anschluss wird das zweite Seitenteil aufgebracht und verleimt. Das Ganze passiert auf einem ebenen Baubrett. Zur Kontrolle wird die Winkeligkeit der beiden Seiten kontrolliert (wäre nicht notwendig gewesen, da sowieso alles 100% passte)

Die restlichen Spanten und die Leitwerksaufnahme werden für den Einbau vorbereitet.

Die einbaufertige Leitwerksaufnahme

Die untere Rumpfbeplankung wird aufgeleimt

Die gefrästen Beplankungsteile passen wiederum saugend ineinander.

Vor dem Aufbringen der oberen Rumpfbeplankung habe ich die Leitungen für die Leitwerksservos eingezogen

In der Zwischenzeoit wird das Akkubrett zusammengesetzt und verleimt, um die notwendigen maximalen Dimensionen der zwei 6- zelligen Akkus zu bestimmen

Der fertige Akkueinschub.

Die obere Rumpfbeplankung wird, vorne beginnend. aufgeleeimt.

Die obere Rumpfbeplankung ist vollständig aufgebracht.

Der Bereich um die Schleppkupplung ist aus Sperrholz verstärkt. In die beiden Schlitze des Rumpfdeckels kommen nach dem Bespannen des Modells die Deckelverschlüsse

Der rohbaufertige Rumpf des ECO Boomster

Die Teile für das Seitenleitwerk werden aus den Fräsbrettchen hherausgetrennt und verputzt.
Der Aufbau des Seitenleitwerks besteht aus 3 4mm starken Baalsaschichten, das Mittelteil hat zum Absperren eine um 90 Grad gedrehte Faserreichtung.
Das fertig aufgebaute und bereits verschliffene Seitenleitwerk
Der Aufbau des Höhenleitwerks erfolgt in ähnlicher Weise, zuerst müssen auch hier die Bauteile aus den Brettern gelöst werden.
Alle zum Aufbau des Höhenleitwerks benötigten Teile sind herausgetrennt und die Fräsgrade entfernt.
Das Höhenleitwerk besteht ebenfalls aus drei Schichten. Die Faserung der mittlere Schicht ist um 90 Grad gedreht. So entsteht eine verwindungssteife Matrix.
Die bereits verleimten Einzelteile des Höhenleitwerks.
Das fertig verschliffene Leitwerk.
Die Servohalterung für das Höhenleitwerk wird aus fünf Einzelteilen zusammengestellt.
Die Wurzelrippen bekommen Sperrholzaufdoppler, in die die Einschlagmuttern für die Flächensicherung eingepresst werden.
Die Nasenleisten bestehen jeweils aus zwei Teilen die verleimt werden müssen.
Die Rippen werden in die gefrästen Schlitze gesteckt und rechtwinkelig ausgerichtet. Die Wurzelrippe steht dabei, der V-Form entsprechend etwas schräg. In der Nasenleiste ist die korrekte Ausrichtung dafür angezeichnet.
Die Endleisten haben ebenfalls "Verzapfungen" und werden ebenfalls korrekt ausgerichtet und fixiert. Für diesen Arbeitsgang habe ich auch dünnflüssigen Sekundenkleber verwendet. 
Der obere Hauptholm wird eingeleimt. Um keine "Gurke" zu bekommen wird die Nasenleiste an einem Lineal ausgerichtet.