Wer heute kein ARF Modell sondern einen qualitativ hochwertigen Bausatz sucht, muss schon ein wenig mehr recherchieren, denn das Angebot ist sehr begrenzt. Auch bezüglich Anschaffungskosten ist ein ARF Modell, speziell aus dem Reich der Mitte in vielen Fällen günstiger. Was aber, wenn man ein Modell von Grund auf bauen will, da man Spaß daran hat? Auf der langen Suche nach einem nicht alltäglichen Modell bin ich auf u.a. Anzeige der Fa. Aerobel gestoßen und habe nicht lange gezögert den Baukasten zu ordern:

Der große Pilatus-Porter von Aerobel besteht aus einem stabilen, sehr leichten Sperrholzgerippe. Die Flügel und das Leitwerk werden teilbeplankt und das ganze Modell wird danach mit Folie bespannt. Diese Bauweise garantiert ein äußerst niedriges Abfluggewicht. Leicht ist in diesem Falle gleichbedeutend mit sehr langsamer Fluggeschwindigkeit, was das sehr originale Flugbild ausmacht.

Dem Bausatz liegt ein aufwendiger Lasersatz bei, der sehr einfach zu bauen ist. Daneben ist auch alles zusätzliche Holz, das zum Bau des Porters benötigt wird, im Bausatz enthalten. Eine tiefgezogene Kabinenhaube und Seitenfenster gehören zum Lieferumfang.

Ebenso liegt dem Bausatz ein gefedertes Scalefahrwerk (Edelstahl) bei, damit der Porter korrekt auf seinen Rädern steht. Die reich bebilderte Bauanleitung und die 1:1 Baupläne lassen das bauen des Porters zu einem richtigen Vergnügen werden.

Technische Daten:

  • Spannweite: 303cm
  • Länge: 210cm
  • Höhe: 65cm
  • Abfluggewicht: 8-9kg
  • Bauweise: Sperrholzgerippe, Folienbespannung
  • Motor: 1 E-Motoren zu ca. 1600 Watt
  • Steuerkanäle: 5 Kanäle (Höhe/ Seite/ Quer/ Drossel/ Klappen
  • Fahrwerk: Starr, Spornrad gelenkt)
  • Landeklappen: vorhanden

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So sieht es aus, wenn man den Baukasten zum öffnet. Kaum vorstellbar, dass aus dem Inhalt einer so kleinen Schachtel ein Motormodell mit mehr als 3m Spannweite entstehen soll.

 

Eine Menge Leisten, ein Stapel Balsabretter in verschiedenen Stärken und 30 Sperrholzplatten mit gelaserten Bauteilen, sowie vorgefertigte Teile für das Fahrwerk, Baupläne, bebilderte Bauanleitung und Zubehör von guter Qualität.

Der Stapel mit den gelaserten Platten. Die Holzqualität ist bis auf wenige Astlöcher (meist auf der Rückseite durchwegs gut. Die einzelnen Bauteile werden mit kleinen Stegen im Verbund der Platte gehalten.
Die einbaufertigen Sperrholzteile für den hinteren Rumpfteil.

Aufgrund der Baulänge werden die Teile zuerst verbunden, als Klebstoff wird wie immer "Aliphatic Resin" der Fa. DELUXE verwendet. Dieser Kleber hat gegenüber dem normalen Weißleim eine höhere Klebekraft, ist dauerhaft wasserfest und lässt sich ausgezeichnet schleifen.

Nach und nach werden die Bauteile in Längsrichtung verklebt. Die Passgenauigkeit ist ausgezeichnet.
Der Spant vor dem abnehmbaren Leitwerk wird mit Verstärkungen versehen. Gut zu sehen auch die vorbereitete Ausnehmung für einen SUB D Stecker.

Das Rumpfgerüst wird aufgebaut. Aufgrund der Verzapfungen entsteht ein absolut verzugsfreier Rumpfhinterteil

Das Ganze ergibt eine torsionsfeste und dennoch leichte Konstruktion.

Analog zu den hinteren Rumpfteilen werden die vorderen Teile zuerst miteinander verklebt.

Die unteren Querspanten werden rechtwinkelig auf die Trägerplatte eingeklebt.

Die gesamte Einheit wird mit den Spanten auf eine Rumpfseite gesetzt, ausgerichtet und verklebt.

Der Rumpfvorderteil wird angesetzt und mit dem bereits bestehenden Rumpfteil verklebt.

An der Rumpfunterseite werden Kieferleisten zur Verstärkung eingeklebt.

Der Spant hinter dem Cockpit wird mit einer Kieferleiste verstärkt, und der vordere Scheibenrahmen wird mit dem Abstandshalter verklebt.

Die beiden Flügelmittelteile werden zusammengefügt.

Zur besseren Auflage der Beplankung habe ich den Spant mit zusätzlichen Balsastücken versehen

Der Motorträger ist in sich verzapft und wird verklebt. Motorsturz und Seitenzug sind bereits vorgesehen.

Einige Teile der Motorhaube wollten nicht ganz so passen und wurden an mehreren Stellen aufgefüttert.

Um einen Verzug des hinteren Spants zu vermeiden wird diese auf einer ebenen Platte fixiert und die Teile darauf aufgebaut.

Der fertige Motorträger. Die Bohrungen sind für einen RIMFIRE 1.20 (im Vertrieb von Simprop) vorgesehen. Dieser wurde auch zwischenzeitlich besorgt.

Die Teile der Leitwerksbefestigung werden vorbereitet und verklebt.

Zum Beplanken werden zwei Balsateile zuerst stumpf auf das Rumpfgerüst geklebt.

Im Anschluss werden die Teile gewässert und entsprechend der Spanten in Form gebogen. Nach dem Trocknen lässt sich die Beplankung ohne Spannung verkleben.

Der Leitwerksabschluss wird eingeklebt

Das Leitwerk ist abnehmbar gestaltet, die Teile des Leitwerkträgers werden verklebt.

Rumpfvorder- und hinterteil werden miteinander verbunden

Jetzt kann man bereits die PC6 typischen Rumpfkonturen erkennen.

Die Stahlwinkel für die Fahrwerksaufnahme werden auf eine eigens dafür angefertigte Sperrholzleiste geschraubt. Zwecks besserer Krafteinleitung werden noch beide Leisten mit den Spanten bis zum Rumpfbrett verkastet.

Das Gerüst der Motorhaube wird angepasst. Zu diesem Zweck wird der Motor provisorisch am Motorträger befestigt.

Die Motorhaube ist angepasst und entsprechend verschliffen. Damit ist der Rumpfbau für das Erste beendet.

Der nächste Bauabschnitt gilt der Tragfläche. Zuerst werden alle benötigten Teile aus den Brettern wie gehabt herausgetrennt.

Der Aufbau erfolgt immer abwechselnd eine Rippe dann ein Verkastungsteil.

Da die filigranen Rippen aus Pappelsperrholz in der Länge teilweise leicht gebogen sind werden diese mit Balsaklötzen gerade ausgerichtet.

Im nächsten Schritt werden Haupt und Hilfsholme mit dem Gerüst verleimt.

Zum Schluss werden Endholm und Nasenleiste angeleimt, dasselbe passiert auf der Flächenoberseite

Die Tragflächensteckung wird sauber mit den Rippen und Verkastungen mit eingedicktem 24- Stundenharz verklebt.

Die Tragflächenmittelteile sind angepasst und verklebt. Die fertigen Tragflächen vor dem Beplanken.

Weiter geht es mit dem Aufbau der Querruder und Landeklappen

Der Aufbau ist sehr einfach gehalten, die Ruder werden mit 1mm Balsa beplankt

Als nächstes werden die Leitwerke aufgebaut. Die gelaserten Platten sind jetzt komplett von ihren Bauteilen befreit.

Der Aufbau des Höhenleitwerkes erfolgt analog den Tragflächen.

Innerhalb kurzer Zeit entsteht das Höhenleitwerk.

Wie bei der Tragfläche entsteht ein T-Holm

Gut zu sehen der Mittelteil des Höhenleitwerks welches sich dem abnehmbaren Rumpfabschluss am Ende verzapft und so das gesamte Leitwerk abnehmbar wird.

Das Seitenleitwerk wird in gleicher Bauweise erstellt

Nach dem Beplanken der Seitenleitwerksnase wird das Seitenruder aufgebaut

Der Aufbau des Höhenruders erfolgt analog zum Seitenruder

Das fertig verschliffene Höhenleitwerk.

Die Tragflächenbeplankung wird aufgeleimt. Die Fixierung erfolgt mit Kreppband

Damit die Beplankung sauber an den Rippen aufliegt wird diese noch mit Stecknadeln fixiert.

Vor dem Aufbringen der unteren Beplankung wird der Überstand bis auf die Nasenleiste abgehobelt.

Die untere Beplankung wird analog aufgeklebt

Für den Randbogen werden die Formteile an den Abschlussrippen angebracht.

Die Randbogenoberseite wird beplankt.

Die Beplankung der beiden Tragflächenmittenteile wird fertiggestellt.

Die Befestigungsleisten für die Servo Befestigung werden verklebt.

Anschließend werden die Abdeckungen der Servo Befestigung angepasst und verschraubt.

Die Verstärkungsklötze für die Landeklappenscharniere werden angepasst und verklebt

Die fertig angeschlagene Landeklappe

Die Randbögen sind angeleimt und bereits verschliffen

Das gefederte Spornrad wird mittels 4 Schrauben und Einschlagmuttern befestigt

 

Das Hauptfahrwerk wird angepasst und verschraubt

Nach einem nicht zu unterschätzendem Schleifmarathon ist der Rohbau abgeschlossen

 

Fertiger Rohbau

Fertiger Rohbau

Damit ist der Rohbau abgeschlossen. Im zweiten Teil des Bauberichts geht es um die Fertigstellung des Modells

   
   
   
   

 

 

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